December 3

Fleischersatz – bringts das?

Wer weniger rotes Fleisch vom Rind oder vom Schwein isst, tut seiner Gesundheit auf jeden Fall einen Gefallen, da es unter anderem Harnsäure oder gesättigte Fette enthält. Und natürlich steht das Tierwohl im Vordergrund, wenn viele Menschen heute versuchen auf eine vegetarische oder vegane Ernährung umzustellen.

Tofu Fleischersatz

Für eine abwechslungsreiche und ausgewogene vegane oder vegetarische Ernährung sind Fleischersatzprodukte durchaus geeignet. Auf jeden Fall sollten die Konsumenten bei Fertigprodukten auf die Zutatenliste achten. Je kürzer die Liste ist, umso besser.

Welche Alternativen gibt es als Fleischersatz?

  • Tofu
  • Lupine
  • Weizeneiweiss
  • Sellerieschnitzel
  • Tempeh
  • Rote-Bohnen-Burger

Tofu und Seitan

Seitan Fleischersatz

Der beliebteste Fleischersatz ist Seitan, denn dieser Fleischersatz kommt im Bereich der Verarbeitungsmöglichkeiten und Konsistenz schon auffallend nahe an das tierische Fleisch heran.

Der Klassiker Tofu und Seitan aus einem reinen Klebereiweiss ohne Stärke und Kleie liegen absolut im Trend. Es entspricht der Tatsache, dass Seitan und Soja fast über genau so viel Eiweiss wie Fleisch verfügen, aber unverarbeitet keine Harnsäure und kein Fett besitzen. Nichts desto trotze werden die gesunden Inhalte aus Weizen und Soja, sowie Vitamine, Ballaststoffe und Mineralstoffe bei der Eiweissgewinnung herausgelöst.

Bei Tofu scheiden sich die Geister. Bei der veganen Ernährung gehört Tofu zwar zu einer wichtigen Proteinquelle, aber der gute Ruf der Sojabohne bröckelt. Hier besteht der Verdacht, dass Sojabohnen unter Einsatz von Gentechnik angebaut werden. Hinzu kommt, dass der Verzehr von Tofu Nierensteine verursachen kann und somit für den Körper nicht gerade gesund ist.

Cornatur aus Pilzbasis

Hierbei handelt es sich um das Produkt „Quorn“ – ein Schimmelpilz als Fleischersatz. Die hellbraunen Pilzstücke verfügen über eine ähnliche Konsistenz wie Fleisch, was auch den Geschmack betrifft. Nur mit einem Unterschied, Qourn entstammt nicht vom Tier, sondern aus einem Pilz.

Vor rund 60 Jahren ging man davon aus, dass es für die wachsende Bevölkerung bald zu wenig tierische Proteine geben könnte. Daher suchten verschiedene Hersteller nach einem Ersatz für Schwein und Rind. Gesucht wurden Pilze oder Bakterien die sich von Zucker oder Stärke ernähren, essbar und nicht giftig sind und vor allem schnell wachsen. So testete eine britische Firma 3.000 Organismen auf ihre Bestandsteile. Heraus kam dabei Fusarium venenatum ein essbarer Schimmelpilz, ohne Stiel und Hütchen. Aus diesem Namen entstand dann der Name „Quorn“. 1985 erschien der Schimmelpilz erstmalig als Nahrungsmittel. Der Pilz ist auf jeden Fall gesund!

Planted Chicken

planted chicken

Vegane Kost soll jetzt auch aus Planted, einem Erbsenprotein bestehen. Gelingen soll es mit dem „Planted Chicken“. Hierbei handelt es sich um ein pflanzliches Poulet-Imitat aus Erbsenprotein, welches seinem Vorbild dem Huhn in Aussehen, Textur und Geschmack sehr nahe kommt. Hier wird der Spruch laut: „Unser Anspruch soll tierfreundlicher, ökologischer und langfristig günstiger sein als Hühnerfleisch. Der Anfang ist vollbracht, nur beim Preis gibt es noch einiges zu tun.

Wer kein Soja und keine Milch verträgt, oder aus ethischen Gründen darauf verzichten möchte, muss bei einer eiweissreichen Ernährung nicht beim Proteinpulver nein sagen. Erbsenprotein ist ein hypoallergenes Eiweisspulver. In der Umsetzung bedeutet es, dass es sehr gut verträglich ist, weil darin keine Laktose, Gluten oder Soja enthalten ist. Dennoch steckt Planted voller Nährstoffe wie Mangan und Eisen.

Der Beyond Burger

Beyond Burger

Er schmeckt ausgesprochen gut, was unserer Seele schmeichelt. Die Frage, welche sich hier aufwirft: „Ist der Beyond Burger für Sportler geeignet“? Sollte der Burger in die engere Wahl kommen?

Vorteil:

  • Wer den Beyond Burger verzehrt, vergreift sich nicht an einem Tier. Er besitzt einen pflanzlich hohen Proteinanteil und spricht auch nicht-Veganer positiv an

Nachteil:

  • Sehr stark verarbeitetes Produkt, kein Bio und sehr fettig mit vielen Zusatzstoffen
  • Als gelegentlicher Burger-Verzehr geeignet, aber nicht für einen ständigen Verzehr

Sind vegane Produkte gesund?

Um aus den pflanzlichen Proteinen mit Öl und Wasser eine fleischähnliche Konsistenz mit einem herzhaften Geschmack zu zaubern, greifen viele Hersteller auf Zuckerstoffe und Aromen zurück.

  • Häufig steckt im Fleischersatz viel Zucker
  • Viele Produkte enthalten bis zu zwei Gramm Salz pro 100 Gramm, sowie Würzstoffe mit Glutamat und Geschmacksverstärker
  • Der Fettanteil im Fleischersatz liegt häufig bei 10 bis 20 Prozent
  • Oft wird Methylcellulose als Verdickungsmittel eingesetzt
  • Fleischersatz kann Phosphate enthalten


Posted December 3, 2020 by PZ in category Bio, Food, Gesundheit, Vegan